GÖTTLICHE SINFONIK

Sonntag, 5. Mai 2019 – 17:00 Uhr

EBRACH – KAISERSAAL

Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 97 C-Dur
Joseph Haydn
Konzert für Trompete und Orchester Es-Dur
Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie C-Dur KV 551 Jupiter

Jonathan Müller, Trompete
Orchester mit Gewandhausmusikern Leipzig
Gerd Schaller, Dirigent


Karten zu  44 | 39 €
Karten unter   09552 297

Als Mozart seine Sinfonie KV 551 im Sommer 1788 vollendete, wäre es ihm - dessen Stern in Wien im Sinken begriffen war und der schwer zu kämpfen hatte, um sich und seine Familie zu ernähren - wohl kaum in den Sinn gekommen, sie mit dem Namen des höchsten römischen Gottes auszuzeichnen; aber das erledigte die Nachwelt für ihn: Zuerst tauchte die Bezeichnung Jupiter-Sinfonie für diese letzte Sinfonie des Salzburger Meisters 1819 in einem schottischen Programmheft auf, etwas später auch in London und 1822 wurde sie in der renommierten Allgemeinen Musikalischen Zeitung so bezeichnet — immer wieder in Zusammenhang mit ihrer „göttlichen Vollkommenheit“. Nun, Mozart hätte seine Freude an diesem Namen gehabt!

Sicher ist, dass auch Mozarts Freund und Mentor Joseph Haydn dieses monumentale Werk mit seiner raffiniert konzipierten Schlussfuge gekannt hat, als er nur kurze Zeit nach Mozarts Tod mit der Arbeit an seiner Sinfonie Nr. 97 in C-Dur begann, der letzten seiner Londoner Sinfonien, die im Mai 1792 uraufgeführt wurde. Ob er bei der Komposition an den verstorbenen Freund dachte oder ob es ein Zufall ist, werden wir nie erfahren; eine deutliche Wesensverwandtschaft der beiden Werke ist jedenfalls nicht zu leugnen, und kann in diesem Konzert leicht nachempfunden werden. Mit der Aufführung dieser Sinfonie beginnt Gerd Schaller außerdem eine Haydn-Serie, da in jedem der fünf Kaisersaal-Konzerte in dieser Saison eine der Haydn’schen Sinfonien erklingen wird.

Haydns Trompetenkonzert in Es-Dur verdanken wir dagegen einem Trompeter und Instrumentenbauer: Anton Weidinger entwickelte Ende des 18. Jahrhunderts die Klappentrompete, auf der man im Gegensatz zur vorher gebräuchlichen Naturtrompete nun auch Melodien in tiefen Lagen und chromatische Töne zu spielen. Weidinger zeigte Haydn dieses neue Instrument - und der komponierte sogleich ein Konzert dafür: Das erste Trompetenkonzert überhaupt für die Klappentrompete, die Haydn hier gleichwohl bereits auf’s Prächtigste und Sanglichste einzusetzen wusste!
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