KATHEDRALKLÄNGE

Sonntag, 22. Juli 2018 – 17:00 Uhr

Ebrach – Abteikirche

Anton Bruckner
Symphonie Nr. 9 d-Moll Dem lieben Gott
viersätzige Version, ergänzt und vervollständigt von Gerd Schaller
Erstaufführung der revidierten Fassung (2018)

Philharmonie Festiva
Gerd Schaller,
Dirigent


Karten zu  45 | 39 | 34  | 24 €
Karten unter   09552 297

Anton Bruckners 9. Symphonie nimmt im Schaffen des Komponisten eine besondere Stellung ein - nicht nur, weil sie mit ihren gewagten harmonischen Verbindungen und der besonderen Instrumentation bereits weit ins 20. Jahrhundert vorausweist, sondern auch, weil er dieses Werk nach allem, was wir heute wissen, nicht zum Abschluß bringen konnte: Bruckner verstarb am 11. Oktober 1896 während der Arbeit am vierten, dem Finalsatz seines letzten Meisterwerks. So blieb das Werk Fragment, was umso bedauerlicher scheint, da zahlreiche Skizzen und Entwürfe von Bruckners Hand erhalten sind - wenn auch nicht genügend, um eine vollständige Rekonstruktion des Satzes zu ermöglichen.

Dennoch faszinierten diese erhaltenen Materialien den Dirigenten Gerd Schaller, der sich seit Jahrzehnten in Theorie und Praxis mit Bruckner und seinem Werk befasst: Mehrfach führte er die Neunte z.B. mit dem Te Deum auf (wie Bruckner es angeblich vorgeschlagen haben soll), oder ließ Komplettierungen diverser Musikwissenschaftler spielen - auch im Rahmen des Ebracher Musiksommers. Im Jahr 2014 nahm er die Dinge schließlich selbst in die Hand und eine eigene Komplettierung in Angriff; in die nicht nur seine musiktheoretischen und -historischen Kenntnisse einflossen, sondern gerade auch seine enorme dirigentische Erfahrung mit Bruckners Werk. Eine daraus entstandene 1. Fassung einer Komplettierung des Finalsatzes konnte man bereits im Sommer 2016 in der Ebracher Abteikirche hören, wo sie auch auf CD eingespielt wurde. Diese Fassung wurde von Schaller jedoch inzwischen noch einmal gründlich überarbeitet und diese überabeitete Version möchte er seinem - ja schon sehr Bruckner-erfahrenen - Ebracher Publikum nun auch gerne im Konzert vorstellen. Hören Sie am 22. Juli also seine revidierte Lesart der 9. Symphonie mit komplettiertem Finalsatz, und genießen Sie dieses letzte und wahrhaft meisterliche Werk Bruckners als Ganzes und Ungeteiltes!