Konzerte

Ebracher Musiksommer

Lassen Sie sich durch unser abwechslungsreiches
Programm  inspirieren!

MELODIEN-FUER-S-HERZ
  • Sonntag, 28. Juni 2020 – 17:00 Uhr
    Ebrach – Kaisersaal

    MELODIEN FÜR’S HERZ

    Dieses Konzert ist abgesagt.
    Sollten Sie bereits Karten gekauft haben, werden wir Sie wegen der Rückabwicklung bereits überwiesener Beträge schriftlich informieren.

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BRUCKNER2024-MYSTISCH-SCHWEBEND
  • Sonntag, 26. Juli 2020 – 17:00 Uhr
    Ebrach – Abteikirche

    BRUCKNER2024: MYSTISCH SCHWEBEND

    Anton Bruckner (1824–1896)
    Messe Nr. 2 e-Moll
    Symphonie Nr. 2 c-Moll
    Fassung von 1877

    BR KLASSIK KoproduktionPhilharmonischer Chor München
    Andreas Herrmann, Einstudierung
    Philharmonie Festiva
    Gerd Schaller, Dirigent

    In Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk – Studio Franken.

    Karten zu 45 | 39 | 24 €    
      09552 297    
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    Karten zu 45 | 39 | 34 | 24 €      09552 297      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Sonntag, 26. Juli 2020 – 17:00 Uhr
    Ebrach – Abteikirche

    BRUCKNER2024: MYSTISCH SCHWEBEND

    Drei größere Messen schrieb Anton Bruckner — allesamt herausragende Werke. Doch die zweite, die Messe e-Moll, ist noch einmal etwas ganz besonderes: Sie wurde 1869 uraufgeführt, zur Eröffnung der Votivkapelle des Linzer Doms, und da sie zu diesem Anlass im Freien erklang, konnte Bruckner zur Begleitung des achtstimmigen gemischten Chores, den er verwendete, nicht wie gewohnt auf ein Orchester oder auch die Orgel zurückgreifen. So entschied er sich für ein 13-köpfiges Bläserensemble; das übrigens bei der Uraufführung pikanterweise von der Linzer Militärkapelle gestellt wurde... Die spezielle Klangfarbe aber, die durch diese Besetzung entsteht, verleiht der Messe etwas überirdisch-schwebendes, ein geradezu mystisches Element.
    Mit ihrer Bezugnahme auf gregorianische Motive, aber auch auf eine Messe des Renaissance-Großmeisters Giovanni Pierluigi da Palestrina (um 1525-1595) zeugt sie dabei einerseits von Bruckners tiefer Spiritualität, andererseits aber auch von seiner enormen Erfahrung mit dem Klangkörper Chor, seinem souveränen Umgang mit Stimmen.

    Auch die 2. Symphonie (die tatsächlich — nach der Studiensymphonie, der Ersten und der sogenannten Nullten — die vierte Sinfonie war, die Bruckner komponierte) besitzt über weite Strecken eine solche mystisch anmutende Atmosphäre, mit ihren abgehoben-schwebenden Klangflächen, ihren geheimnisvollen Harmonieverbindungen. Er vollendete sie 1872 in seinem geliebten Stift St. Florian und bot sie anschließend den Wiener Philharmonikern zur Uraufführung an — die sie jedoch nach einer ersten Probe als „unspielbar“ ablehnten.
    Immerhin: Ein Jahr später nahmen sie das Werk dann doch an, und die Symphonie wurde vom Publikum und letztlich auch den Musikern selbst sehr positiv aufgenommen; zeugte sie doch von Bruckners Emanzipation als eigenständiger Symphoniker.

    Nur mit der Widmung des Werks wollte es nicht so recht klappen: Bruckner wollte sie ursprünglich den Wiener Philharmonikern angedeihen lassen, doch diese lehnten dankend ab. Soooo großartig fanden sie das Werk dann offensichtlich doch nicht...
    Daraufhin trug er sie 1884 Franz Liszt an — doch dieser vergaß die Partitur einfach, und so wurde die Widmung nicht gedruckt. Der nächste auf Bruckners Liste war Richard Wagner, dem er jedoch die Wahl zwischen dieser und der 3. Symphonie ließ. Wagner wählte die Dritte — und dann gab Bruckner die Sache offenbar frustriert auf. So blieb die Zweite letztendlich die einzige seiner Symphonien ohne Widmung; und heutige Hörer mögen sich angesichts der großartigen Musik fragen, wo die undankbaren Widmungsadepten wohl seinerzeit mit ihren Gedanken gewesen sein mögen!
BRUCKNER2024-ROMANTISCH
  • Sonntag, 30. August 2020 – 17:00 Uhr
    Ebrach – Abteikirche

    BRUCKNER2024: ROMANTISCH

    Anton Bruckner (1824–1896)
    Symphonie Nr. 4 Es-Dur Romantische
    Fassung von 1874 

    BR KLASSIK KoproduktionPhilharmonie Festiva
    Gerd Schaller, Dirigent

    In Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk – Studio Franken.

    Karten zu 45 | 39 | 24 €    
      09552 297    
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    Karten zu 45 | 39 | 34 | 24 €      09552 297      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Sonntag, 30. August 2020 – 17:00 Uhr
    Ebrach – Abteikirche

    BRUCKNER2024: ROMANTISCH

    Das Thema des 1. Satzes seiner 4. Symphonie verdanke er einem ungewöhnlichen Einfluss, so schrieb Anton Bruckner 1890 in einem Brief an einen Freund: Es sei „der Gesang der Kohlmeise Zizibee“. Im zweiten Satz dann „will ein verliebter Bursche fensterln gehn, wird aber nicht eingelassen“, so der Komponist. 

    Ob solche und ähnliche programmatischen Ideen der Grund dafür waren, dass er diese, in ihrer Urfassung 1874 entstandene und 1881 mit großem Erfolg in Wien uraufgeführte Symphonie auch als „Die Romantische“ bezeichnete, werden wir wohl niemals mit Sicherheit wissen; möglicherweise verdankt sich dieser Beiname auch der prominenten Rolle, welche die Hörner (als die romantischen Instrumente par excellence) in dem Werk spielen.

    Doch woher auch immer er rührt: Der Beiname trifft die Sache tatsächlich genau. In keiner anderen seiner Symphonien schwelgt Bruckner derart in sanglichen Melodien; er gestaltete das Trio als fröhlichen Ländler und noch dazu zitiert er in der Einleitung zum Scherzo Richard Wagners großes romantisches Musikdrama Tristan und Isolde, bevor er im Finale wieder zum Hauptthema des 1. Satzes zurückkehrt — diesmal mit der vollen Kraft der Blechbläser.

    Da nimmt es nicht Wunder, dass diese Symphonie nach wie vor zu den meistgespielten Werken des österreichischen Komponisten überhaupt gehört — und so kann man sich hier auf ein Konzert freuen, das die Hörer mit so manchem Ohrwurm im Ohr wieder nach Hause entlassen dürfte...

  • Sonntag, 13. September 2020 – 17:00 Uhr
    Ebrach – Kaisersaal

    KLANGVOLLE NEUERER

    Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
    Ouvertüre zu Don Giovanni
    Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
    Violinkonzert e-Moll op. 64
    Joseph Haydn (1732–1809)
    Sinfonie Nr. 101 D-Dur Die Uhr

    Ingolf Turban, Violine
    Philharmonie Festiva
    Gerd Schaller, Dirigent

    Karten zu 44 | 39 €     09552 297      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Sonntag, 13. September 2020 – 17:00 Uhr
    Ebrach – Kaisersaal

    KLANGVOLLE NEUERER

    Kompositorische Neuerungen gehören zu den Dingen, die viele Musikfreunde erst einmal mit Misstrauen betrachten: Kann man diese Musik denn wohl entspannt genießen, oder muss man sich auf einen Abend voller Dissonanzen und scheinbar unzusammenhängender Atonalitäten gefasst machen?!
    Das war schon im 18. und 19. Jahrhundert so, und hat sich bis heute nicht geändert. Aber dieses Konzert zeigt, dass es auch anders geht – wenn die Komponisten es nur genial genug anpacken.
    Zum Beispiel Wolfgang Amadeus Mozart. Obwohl dieser nämlich die Ouvertüre zu seinem Don Giovanni angeblich erst in der Nacht vor der Uraufführung im Oktober 1787 in Prag geschrieben haben soll, ist sie doch nicht einfach eine Kompilation der wichtigsten Melodien dieser Oper, sondern eine komplette Persönlichkeitsbeschreibung des Hauptprotagonisten in allen psychologisch durchdachten Details: Dämonisch und leidenschaftlich, leichtfertig und ritterlich ist dieser Don Giovanni, den man da kennenlernt, aber er besitzt auch spielerisch-leichte Züge und große Zielstrebigkeit, großen Mut und Schicksalsergebenheit. Eine revolutionär-neue Herangehensweise an eine Opernfigur; am Ende noch dadurch gesteigert, dass Mozart von den Protagonisten der Uraufführung auch noch verlangte, möglichst realistisch und dramatisch zu agieren, statt nur an der Bühnenkante zu stehen, und schöne Töne zu produzieren! Dazu kam noch die harmonische Kühnheit des Ganzen: Der Don Giovanni ist für damalige Zeiten geradezu sensationell neu und modern – bis hin zu zwölftönigen Themen, wie sie dann erst wieder im 20. Jahrhundert gewagt wurden.
    Dennoch aber geriet die Uraufführung in Prag zu einem großen Erfolg, denn Mozart wäre eben nicht Mozart, wenn er all diese revolutionären Neuerungen nicht so geschickt verpackt hätte, dass sie dem Publikum wenn überhaupt, so jedenfalls nur positiv auffielen...

    „Ich möchte Dir wohl auch ein Violinkonzert machen für nächsten Winter; eins in e-moll steht mir im Kopfe, dessen Anfang mir keine Ruhe läßt“, so schrieb Felix Mendelssohn-Bartholdy 1838 an seinen Freund, den Geiger Ferdinand David. Erst sechs Jahre später allerdings wurde das Konzert schließlich vollendet – und von den Zeitgenossen gleich als eines der modernsten und zukunftsweisendsten seiner Art eingeschätzt. Die Neuerungen finden sich in diesem Werk allerdings weniger im harmonischen, als im strukturellen Bereich. So liegt das Hauptthema des 1. Satzes bei der Solovioline, statt im Orchester, die beiden ersten Sätze gehen nahtlos ineinander über, die Kadenz des 1. Satzes erklingt weit früher im Stück, als sonst üblich, und so weiter. Seiner Beliebtheit beim Publikum jedoch tat das keinen Abbruch, im Gegenteil: Bis heute ist das Stück eines der meistgespielten seiner Art, bei niemals nachlassender Bezauberung der Hörer.

    „Nichts könnte origineller sein als das Thema des ersten Satzes; und hat er einmal ein treffliches Thema gefunden, kann niemand besser als Haydn unaufhörliche Mannigfaltigkeit daraus schöpfen, ohne auch nur einmal davon abzulassen. Die Gestaltung der Begleitung im Andante, obgleich höchst schlicht, war meisterhaft, und wir hörten nie zuvor einen reizvolleren Effekt als den des Trio im Menuett. – Es war Haydn, was könnte man, was bräuchte man mehr zu sagen?“, so schrieb der Londoner Morning Chronicle im März 1794 über die Uraufführung von Haydns Sinfonie 101, einer seiner sogenannten Londoner Sinfonien. Auch dieses Werk trägt zahlreiche für die damalige Zeit sehr ambitionierte neue Züge, die aber – wie bei Mozart und Mendelssohn – so genial verpackt sind, dass man sie vermutlich nur beim genauen Studium der Partitur entdecken wird.
    Vor allem aber wird gerade im Trio der Sinfonie auch Haydns Sinn für Humor und Absurdes deutlich: Handelt es sich doch um eine Art Parodie auf ein Dorforchester, in dem die Musiker abwechselnd ihre Einsätze verpassen...
ITALIEN-GRUEẞT-BOEHMEN
  • Sonntag, 20. September 2020 – 17:00 Uhr
    Ebrach – Kaisersaal

    ITALIEN GRÜSST BÖHMEN!

    Antonio Vivaldi (1678–1741)
    Die vier Jahreszeiten op. 8 Nr. 1–4
    Antonín Dvořák (1841–1904)
    Zwei Walzer op. 54
    Josef Suk (1874–1935)
    Streicherserenade Es-Dur op. 6

    Roman Patočka, Violine
    Kammerorchester des Nationaltheaters Prag
    Gerd Schaller, Dirigent

    Karten zu 44 | 39 €     09552 297      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Sonntag, 20. September 2020 – 17:00 Uhr
    Ebrach – Kaisersaal

    ITALIEN GRÜSST BÖHMEN!

    Vivaldis Vier Jahreszeiten – das geht immer. Aber auch aus Gründen der Tradition muss dieser so wunderbar melodienreiche Zyklus auch in der 30. Saison des Ebracher Musiksommers erklingen: Stand er doch bereits beim allerersten Konzert dieses Festivals im Ebracher Kaisersaal auf dem Programm!

    Und was Vivaldi im barocken Italien gelang – nämlich eine perfekte Melange zwischen musikalischer Unmittelbarkeit und oft volksmusikalisch anmutender Stilisierung –, gelang auch dem böhmisch-tschechischen Komponisten Antonín Dvořáks knapp zwei Jahrhunderte später wieder: Seine Zwei Walzer Opus 54 wurden ursprünglich für Klavier komponiert, doch nachdem sie in dieser Form sehr erfolgreich waren, beschloss der Komponist, sie auch noch für Orchester zu bearbeiten.

    Josef Suk war noch keine 19 Jahre alt und Antonín Dvořáks Lieblingsschüler am Prager Konservatorium, als er 1892 seine Streicherserenade Opus 6 komponierte. So erinnert dieses Werk denn auch noch stark an Dvořák, trägt daneben allerdings durchaus schon eigenständige Züge: Suk schreibt ein wenig lyrischer, nimmt nur wenige Anleihen in der Volksmusik und bezaubert seine Hörer vor allem mit einer gewissen träumerischen, leicht melancholischen und introspektiven Stimmung. Und obwohl er als Komponist heute beinahe vergessen ist, traf er im damaligen Böhmen mit seinem Stil offenbar perfekt die Stimmung der Zeit und galt gegen Ende des Jahrhunderts als der wichtigste Komponist des Landes – noch vor Dvořák. Auch als Mitglied des damals international bekanntesten tschechischen Streichquartetts aber machte er Furore, und spielte mit seinen Quartettkollegen im Laufe ihrer gemeinsamen Karriere mehr als 4.000 Konzerte.
    Suk war also schon ein sehr renommierter Musiker, als er 1898 Ottilie, die Tochter seines vormaligen Lehrers Antonin Dvořák heiratete. Was für ihn vor allem ganz amusische Folgen zeitigte: Fürderhin hatte er nämlich seinen Schwiegervater – den wohl ersten öffentlich bekennenden Eisenbahnfan Europas! – nicht nur stets mit den aktuellsten Informationen über die Neuerungen in Sachen Lokomotivenbau zu versorgen, sondern er soll von diesem gar verpflichtet worden sein, für ihn auf den zahlreichen Konzertreisen mit dem Quartett auf jedem Bahnhof die Lokomotivnummern zu notieren...
GROẞE-MUSIK
  • Sonntag, 25. Oktober 2020 – 17:00 Uhr
    Bamberg – Konzerthalle

    Romantische Sehnsüchte

    Richard Wagner
    Der fliegende Holländer, Ouvertüre
    Georges Bizet
    Carmen-Suite Nr. 1
    Peter Iljitsch Tschaikowsky
    Romeo und Julia, Fantasie-Ouvertüre
    Carl Goldmark
    In Italien op. 49
    Franz Liszt
    Ungarische Rhapsodie Nr. 2
    Nikolai Rimsky-Korsakow
    Capriccio espagnol op. 34

    Tschechisches Symphonieorchester Prag
    Gerd Schaller, Dirigent

    Karten zu 39 | 34 | 29 | 24 | 20 | 16 €    
       09552 297    
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    Karten zu 39 | 34 | 29 | 24 | 20 | 16 €     09552 297      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
  • Sonntag, 25. Oktober 2020 – 17:00 Uhr
    Bamberg – Konzerthalle

    Romantische Sehnsüchte

    Keine Epoche der Kunstgeschichte hat sich wohl derart intensiv mit dem Phänomen der Sehnsucht auseinandergesetzt, wie die Romantik: Ob in der Literatur, den bildenden Künsten oder der Musik.
    Der Ursprung des Begriffs liegt im mittelhochdeutschen Wort sensuht, das als „Krankeit des schmerzlichen Verlangens“ beschrieben wird, und das Deutsche Wörterbuch der Gebrüder Grimm, dessen erster Band 1854 erschien, betont denn auch den Bezug der Sehnsucht zum Wort Siechtum. Weiter liest man da, Sehnsucht bezeichne einen „Grad eines heftigen und oft schmerzlichen Verlangens nach etwas, besonders wenn man keine Hoffnung hat, das Verlangte zu erlangen, oder wenn die Erlangung ungewiss, noch entfernt ist“.

    Eben dieser Schmerz des Verlangens schien aber gerade im 19. Jahrhundert paradoxerweise besonders viele Künstler zu wunderschönen Werken zu inspirieren; angefangen von Novalis Heinrich von Ofterdingen, dessen Sehnsucht nach der Blauen Blume geradezu sprichwörtlich wurde, bis hin zu Richard Wagner, in dessen Werk sich im Endeffekt eigentlich alles um Sehnsucht dreht. So auch in seinem Fliegenden Holländer, dessen Ouvertüre den Reigen der Sehnsüchte eröffnet, den Gerd Schaller für dieses Programm zusammengestellt hat. Und ist es hier, wie auch in Bizets Carmen-Suite und Tschaikowskys Romeo und Julia-Ouvertüre die Liebessehnsucht, die musikalisch thematisiert wird, so besingen die Komponisten des zweiten Programmteils die Sehnsucht nach Ländern: Carl Goldmark beschreibt in Tönen die mediterran-entspannte Atmosphäre eines italienischen Sommertags, Liszt lässt in seiner Ungarischen Rhapsodie wilde Leidenschaft (und eine gewisse Portion Nationalismus...) brennen, und Rimsky-Korsakows Capriccio espagnol reißt mit seinem rhythmisch-tänzerischen Schwung auch heutige Hörer noch von den Stühlen.

    All diese Werke haben dabei sicherlich eine gewisse Tendenz zum Melodienreichtum und auch zum Schwelgerischen, Schwärmerischen gemein – ein Programm zum Zurücklehnen und Genießen also. Aber wenn man genau hinhört, dann lässt sich vielleicht auch noch ein gewisses Streben nach Höherem – in Novalis‘ Worten: Die Sehnsucht nach dem Unendlichen – bemerken, die der Literat und Philosoph einmal als den entscheidenden Unterschied zwischen Klassik und Romantik beschrieb: „Die Poesie der Alten war die des Besitzes, die unsrige ist die der Sehnsucht; jene steht fest auf dem Boden der Gegenwart, diese wiegt sich zwischen Erinnerung und Ahndung“.

  • Sonntag, 24. Januar 2021– 17:00 Uhr
    Bamberg – Konzerthalle

    SYMPHONISCHER KARNEVAL

    Der SYMPHONISCHE KARNEVAL in der Konzerthalle Bamberg ist mittlerweile eine Kultveranstaltung. Auch 2021 erwarten Sie spritzige Melodien von Franz von Suppé, Carl-Michael Ziehrer, Jacques Offenbach — und natürlich von den musikalischen Großmeistern der Strauß-Dynastie.
    Sichern Sie sich rechtzeitig Ihre Karten für dieses beliebte Konzert!

    Staatsorchester Braunschweig
    Gerd Schaller, Dirigent

    Karten zu 39 | 34 | 29 | 24 | 20 | 16 €    
       09552 297    
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    Karten zu 39 | 34 | 29 | 24 | 20 | 16 €     09552 297      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

© 2020 Dirigent Gerd Schaller • Marktgemeinde Ebrach, Verkehrsamt, Rathausplatz 2, 96157 Ebrach
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